Szon 15.06.2009
SPAICHINGEN - „Wir machen mit, weil wir beim Spenden anderen und uns selber eine Freude machen." So denkt eine Mädchen-Clique, die beim Sponsorenlauf der Realschule für „Haribol" am Samstag Riesenspaß an diesem sportlichen Schul-Event hatte. Die knapp 400 Schüler, zehn Lehrer und zwei Väter erliefen 11000 Euro.
Von unserer Mitarbeiterin Gisela Spreng
Samstagvormittag 9.30 Uhr: Die ersten Besucher informieren sich in der Ausstellung auf dem Pausenhof über Nepal und das Hilfsprojekt „Haribol". Wilfried Leibinger, Lehrer der Schlossbergschule Wehingen, der mit viel Herzblut für „Haribol" um Spenden wirbt, beantwortet alle Fragen.
„Das Geld, das wir heute spenden, bekommt Herr Leibinger für den Neubau einer Schule in Bela im Hochland von Nepal", erklärt Gudrun Hautli, Klassenlehrerin der 8b.
Christina Bertsche und Nicole Foll von der 8c sind wie einige andere Klassenkameraden bereits mit der Ausgabe der Startnummern und Laufkarten beschäftigt. „Herr Leibinger hat die 8b, unsere Klasse und unsere Klassenlehrerin Stefanie Bahnmüller bei einem Vortrag so .begeistert", erzählen die zwei, „dass wir im Rahmen des themenorientierten Projekts .Soziales Engagement (SE/ diese Ausstellung gemacht und den Sponsorenlauffür das Nepal-Projekt organisiert haben".
Inzwischen ist es 10 Uhr - Zeit für den Start. „Zehn, neun, acht..." - beim Countdown von Realschulrektor Norbert Sum zählen alle mit. Bei Null durchtrennt der ehemalige Landtagsabgeordnete und Schirmherr Franz Schuhmacher das rot-weiße Band. Endlich dürfen die Läufer auf die Strecke. 400 Meter lang ist eine Runde. „Babyleicht ist das", ruft ein Fünftklässler vor der Stempelstelle seinen Eltern am Streckenrand zu.
Knapp 400 Schüler, zwei Lehrer und zwei Väter haben beim Sponsorenlauf der Realschule für eine Nepalesische Schule geschwitzt. Vor allem die Jungs aus den unteren Klassen liefen beim Sponsorenlauf ihre Runden so schnell, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Foto: Gisela Spreng
Die gelben Laufkarten werden nach jeder Runde abgestempelt. Wer für den betreffenden Läufer welchen Betrag pro Runde spendet, ist darauf vermerkt. Auf den meisten Karten haben sich Oma, Opa, Verwandte und
Bekannte als Sponsoren eingetragen. „Mein Opa zahlt drei Euro, mein kleiner Bruder zehn Cent", strahlt ein Mädchen, das nach drei Runden schon ganz schön keucht.
Währenddessen sind vor allem die jüngeren Buben so schnell, als wäre der Teufel hinter ihnen her. „Achte Runde", ruft ein Junge ins Publikum und überholt locker ein paar langsamere Läufer aus höheren Klassen. Mädchen schlendern gemütlich. Die jungen Damen lassen es gemütlicher angehen. Hübsch zurechtgemacht - einige sogar mit Riesenhandtaschen - traben oder schlendern sie Hand in Hand mit den Freundinnen ihre Runden. Die nepalesische Flagge - Lehrerin Christiane Lehr, die auch mitläuft, hat sie extra für diesen Anlass genäht - wird in jeder Runde von einem anderen Schüler mitgeführt.
Nach etwa zwei Stunden sind auch die eifrigsten Rundensammler ziemlich geschafft. Jetzt ist es Zeit für die Autogrammstunde mit Wolfgang Strobel und Frank Ettwein, zwei Spielern des Handball-Erstligisten Balingen-Weilstetten. Und zum Schluss werden zwei handsignierte Trikots des Nationalspielers Strobel vom TBV Lemgo unter den aktiven Läufern verlost.
„Übrigens werden die 11000 Euro noch aufgestockt durch Gelder aus anderen Aktivitäten der Achterklassen und den Gewinn, den der Förderverein beim Wirten gemacht hat", verrät Gudrun Hautli, die Hauptorganisatorin.