Zeitungsartikel vom "Wochenblatt" (Tuttlinger Kreiszeitung) Mittwoch, 23.April
Die Nepalhilfe ist ein gutes Vorbild
Kolbingen/Tuttlingen (ab) - "Der Himalaja hat mich immer schon interessiert", erzählt Astrid Weiß aus Kolbingen. So ist es nur konsequent, dass sie sich in ihrer Zulassungsarbeit für das erste Staatsexamen für das Lehramt an Realschulen mit der Nepalhilfe-Projekt Haribol beschäftigt. So nennt sich die Patenschaft, die die Wilhelmschule Tuttlingen mit einer Schule im nepalesischen Bela pflegt. Der Lehrer Wilfried Leibinger, er wohnt in Kolbingen, ist einer der Motoren dieser Aktion. Er unterrichtet an der Wilhiemschule.
Geographie ist eines der Fächer, das Astrid Weiß an der PH Freiburg studiert. Weitere Fächer sind Theologie und Englisch. Neben dem Interesse für andere Länder spielte das Interesse für Entwicklungsländer für die künftige Lehrerin mit hinein für die Entscheidung, das Projekt Haribol zu untersuchen, "ich wollte einmal Entwicklungshelfern! werden", erzählt sie.
Offener Unterricht liegt im Trend der Zeit, klar, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer sich darauf vorbereiten. Dafür bietet das Projekt der Nepalhilfe gute Ansatzpunkte. "Hier zeigt sich, dass so eine Aktion einen Motor benötigt, wie das der Lehrer Wilfried Leibinger ist. Schüler erleben, dass sie auch mit kleinen Beiträgen in der Patenschule helfen können, das ist wichtig." Auf diese Weise könne es gelingen, Schüler sensibel zu machen für das Bewusstsein, dass alle Menschen auf einer Welt leben.
Aber auch die Unterstützung der Aktion durch die ganze Wilhelmschule helfe mit, das Projekt erfolgreich zu machen und ihm eine gewisse Stabilität zu geben. "Solche Projekte sind sinnvoll und sollten öfters an Schulen gepflegt werden", ist sich Astrid Weiß sicher. Globales Lernen, eine Welt, Umwelt und Entwicklungshilfe, das sind Themen, die sich leicht und sinnvoll mit einer Patenschaft verbinden lassen.