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Schwäbische Zeitung 2.9.2026
„Ich darf gar nicht daran denken, wie schrecklich das alles ist“, sagt Wilfried Leibinger. Der 65-jährige Kolbinger sieht sich erneut aufgerufen, in seinem geliebten Nepal zu helfen.

Im nepalesischen Dorf Bela haben Narayan Adhikari und Wilfried Leibinger (beide hinten) 1999 ihre erste Schule bauen lassen.
Am 25. August löste das Abbrechen eines Gletschers im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal eine verheerende Sturzflut aus Wasser, Schlamm und Felsbrocken aus, die fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse gerast ist. Ganze Dörfer, viele Brücken und unzählige Existenzen wurden mitgerissen. Über 1.000 Menschen verloren ihr Leben, doch es gibt weiterhin Tausende Vermisste.
Er kennt das Katastrophengebiet von eigenen Besuchen
Der pensionierte Lehrer Wilfried Leibinger aus Kolbingen kennt die betroffene Gegend von Besuchen: „Ich war schon zwei Mal dort.“ Durch das betroffene Langtang-Tal führe eine beliebte und von Touristen aus aller Welt viel begangene Treckingroute.
Es gibt zwar im Himalaja-Gebiet immer wieder Murenabgänge, also plötzliches Herabfließen von Schlamm, Wasser, Geröll und Felsbrocken an einem Hang oder in einem Bachbett, so Leibinger. „Aber dass sowas kommt, hat dort keiner geahnt. Bei den 7000ern dort hat ein solcher Gletscherbruch ganz andere Dimensionen als in den Alpen.“
Angefixt durch Sir Edmund Hilary
17 Mal ist Wilfried Leibinger inzwischen schon in Nepal gewesen. 1998 hatte er das Land erstmals für eine Hochgebirgstour besucht, nachdem er einen Vortrag des Mount-Everest-Erstbesteigers Edmund Hilary (1919-20o8) gehört hatte und sofort fasziniert war. Auch die Menschen im Himalaja-Gebiet hat er ins Herz geschlossen: „Das ist ein ganz ehrliches und nettes Volk, unglaublich gastfreundlich, und immer ein Lächeln auf den Lippen.“
Sein damaliger Tourguide Narayan Adhikari ist sein Freund geworden, und gemeinsam haben die beiden 1999 den Bau einer Schule in Adhikaris Heimatdorf Bela organisiert. Seitdem waren die beiden für den Bau von rund 15 Schulen verantwortlich, so Leibinger. Auch jetzt will Narayan Adhikari vor Ort wieder für den Neubau von Schulen im Katastrophengebiet sorgen.
„Ich habe natürlich schon vor, wieder zu gehen. Da führt kein Weg dran vorbei.“
Thomas Leibinger
Denn neben den unmittelbaren Opfern sind Kinder in besonderem Maß von der Katastrophe betroffen, weil sie von einem Tag auf den anderen nicht nur ihr Zuhause, sondern auch den Zugang zur Bildung verloren haben.
Um den betroffenen Kindern schnell wieder ein Stück Normalität zu geben, wird Adhikari mit dem nepalesischen Verein Health an Education For All (HEFA) in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Eine Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck (ÖWK) kurzfristig provisorische Schulen in dem betroffenen Gebiet errichten. Diese Behelfsschulen können innerhalb weniger Tage aus den vor Ort verfügbaren Materialien wie Bambusstangen und Wellblech errichtet werden.
Langfristiges Ziel sind permanente Schulgebäude
Langfristiges Ziel, so Leibinger, sei aber der Neubau permanenter erdbebensicherer Schulgebäude. „Sie müssen sich das wie beim Zahnarzt vorstellen“, sagt er: „Bevor Sie eine permanente Brücke einsetzen können, müssen Sie erst mal den unmittelbaren Entzündungsherd behandeln.“
Während Adhikari vor Ort nach einem passenden Schulstandort sucht, übernimmt der Ökumenische Eine Welt-Kreis aus Wolbeck, einem Teilort von Münster in Nordrhein-Westfalen, die Finanzierung. Das Spendenkonto des Vereins findet sich auf dessen Homepage www.oewk-wolbeck.de/spenden.
Irgendwann will auch Wilfried Leibinger selbst wieder in das Himalayagebiet reisen, wo er das letzte Mal im Dezember 2023 war: „Ich habe natürlich schon vor, wieder zu gehen. Da führt kein Weg dran vorbei.“ Wann genau, werde er spontan entscheiden. Aber das Land lässt ihn nicht los.
Namaste - Willkommen bei der NEPAL-HILFE "HARIBOL"
Soziale und humanitäre Hilfe
für benachteiligte Menschen in abgelegenen Bergregionen Nepals
25 Jahre Nepalhilfe (Feb.2024)



Schwäbische Zeitung 21.06.2017
Bekannter Pianist spielt für die Nepal-Hilfe
Daniel Stenway ist am 18. Oktober in Tuttlingen – Unterstützung für Schulaufbau im Distrikt Kavre
Das Benefizkonzert beginnt am Mittwoch, 18.Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Sankt Josef in Tuttlingen. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Wiederaufbau zerstörter Schulgebäude sind erwünscht. Es gibt keine Platzreservierungen. In der Pause ist die Bar geöffnet.

Wilfried Leibinger in einer Schule in Nepal. Nach dem verheerenden Erdbeben 2015 müssen viele Schulen wieder aufgebaut werden. Dazu dienen die Spenden des Benefizkonzertes.
arcTourismus hat gelitten
Stenway wird zwar erst am Mittwoch, 18. Oktober, im Gemeindehaus Sankt Josef auftreten, aber Leibinger ist es ein Anliegen, schon jetzt für die Sache zu werben. „Jetzt ist die Zeit, etwas zu machen“, sagt er. Schließlich gehe es darum, elf Schulen im Distrikt Kavre, rund 60 Kilometer östlich von Kathmandu, die schwer beschädigt wurden, wieder aufzubauen.
Die Tempel in Kathmandus Altstadt, die aus dem 8. und 9. Jahrhundert stammen, habe das Erdbeben niedergerissen. Der Tourismus habe gigantisch gelitten. Daniel Stenway, ein Freund Leibingers, war mit ihm in Nepal. Deshalb habe es auch keine Überzeugungsarbeit gebracht, ihn zu einem Konzert zu überreden. Als Schirmherrn für diese Veranstaltung konnte Leibinger Horst Riess ,Geschäftsführer der Tuttlinger Wohnbau und Vorsitzender von ,,Viva la Musica“, dem Förderverein Städtische Musikschule Tuttlingen, gewinnen. Denn mit Teresa Nann und Anna Merz, beides Schülerinnen beziehungsweise ehemalige Schülerinnen der Musikschule, werden beim Benefizkonzert ebenfalls in die Tasten greifen.
Welche Werke welcher Komponisten Stenway, der ansonsten auf den internationalen Konzertbühnen auftritt, in Tuttlingen spielt, stehe noch nicht fest.
Das erste Mal spielte der Pianist 2007 in Tuttlingen, damals auf dem Marktplatz. Das ist jetzt zehn Jahre her. Ein kleines Jubiläum also.
Das Benefizkonzert beginnt am Mittwoch, 18.Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Sankt Josef in Tuttlingen. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Wiederaufbau zerstörter Schulgebäude sind erwünscht. Es gibt keine Platzreservierungen. In der Pause ist die Bar geöffnet.

Künstler konzertieren für die Nepalhilfe Haribol
Am Mittwoch 18.10. 2017 findet im Gemeindehaus St. Josef in Tuttlingen (Gutenbergstr. 4) ein Benefizkonzert für das Schulprojekt in Nepal statt.
Der mazedonische Starpianist Daniel Stenway und andere Künstler sind mit von der Partie.
Wilfried Leibinger und Daniel Stenway bereisten im Winter 2015/2016 das kleine Reich Nepal und verschafften sich Eindrücke über das Ausmaß der Schäden durch das schwere Erdbeben am 25.04.2015.
Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Beginn 19 Uhr 30

Bilder von 2015 nach dem Erdbeben





Spenden für die Erdbebenopfer.
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| ÖWK St. Nikolaus Wolbeck e.V. |
| Bank: Darlehnskasse Münster eG |
| BLZ: 400 602 65 |
| Konto-Nr.: 18 471 960 |
| IBAN: DE56 4006 0265 0018 4719 60 |
| BIC: GENODEM1DKM |
Alle Spenden sind selbstverständlich steuerlich absetzbar. Bis zu einer Spendenhöhe von 200 Euro reicht dem Finanzamt die Durchschrift der Überweisung. Sollten Sie jedoch eine Spendenquittung wünschen, schreiben Sie bitte deutlich Ihren Absender auf den Überweisungsträger, Sie erleichtern uns die Arbeit sehr.
Mit freundlichem Gruß
Dorothea Erhardt
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Ökumenischer Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck e.V.
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